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Arbeitsblätter bearbeiten

Kurzbeschreibung

Für Schüler*innen kann es aus unterschiedlichen Gründen schwierig sein, Arbeitsblätter auf herkömmliche Weise zu bearbeiten. Hier werden unterschiedliche mögliche Herangehensweisen beschrieben, die je nach den jeweils individuellen Voraussetzungen der Schüler*innen geeignet sein können.

Voraussetzungen/Kategorie

Arbeitstechnik Text: Mischtechnik

Barriere: KMENT Sehen

Klassenstufe: Sekundarstufe I Sekundarstufe II Berufsschule

Bildungsgang: GrundschuleWerkrealschule/Hauptschule Realschule Gymnasium

Problemstellung

Für Schüler*innen kann es aus unterschiedlichen Gründen schwierig sein, Arbeitsblätter auf herkömmliche Weise zu bearbeiten. Das Arbeiten mit einem Stift ist aus motorischen Gründen schwierig, manche Arbeitsblätter sind für manche Schüler*innen nicht gut erkennbar oder zu unübersichtlich, das Arbeitsblatt zu halten, ist für Schüler*innen schwierig, die nur mit einer Hand arbeiten können.

Hier werden unterschiedliche mögliche Herangehensweisen aufgeführt, die je nach den gegebenen Voraussetzungen der Schüler*innen geeignet sein können.

Umsetzungsmöglichkeiten

Im Unterricht

  • Ein Arbeitsblatt kann mit einer rutschfesten Unterlage unterlegt werden, so dass dieses beim Ausfüllen nicht verrutscht, auch wenn nur mit einer Hand gearbeitet wird, oder ein Tremor, eine Athetose oder andere motorische Besonderheiten vorliegen. Unterstützend können auch weiche Bleistifte oder andere „leichtgängige“ Stifte sowie Griffhalterungen sein.

  • Ein Arbeitsblatt wird auf DIN A3 hochkopiert, sodass die Eingabefelder größer und damit leichter für Schüler*innen mit motorischen Einschränkungen oder einer Sehbehinderung ausgefüllt werden können. Zusätzlich können bestimmte Stifte/Stifthalterungen oder die Nutzung einer rutschfesten Unterlage eine Hilfe darstellen.

  • Das Arbeitsblatt wird derart aufgeteilt, dass immer nur eine Aufgabe pro Blatt zu sehen ist. Dies hilft Schüler*innen mit unterschiedlichen Wahrnehmungsschwierigkeiten visuell, aber auch grundsätzlich dabei, sich auf eine Aufgabe zu fokussieren, und nicht durch die Fülle des Arbeitsblattes abgelenkt zu werden. In manchen Fällen macht es Sinn, das Arbeitsblatt zusätzlich hoch zu kopieren.

  • Sehbehinderte Schüler*innen können mit Lupen und Bildschirmlesegeräten unterstützt werden.

  • Die Schüler*innen schreiben die Lösung bzw. den geforderten Inhalt nicht in das Arbeitsblatt, sondern auf ein Extrablatt, auf dem sie größer schreiben können, ohne das Arbeitsblatt unleserlich zu machen. Alternativ schreiben sie die Lösungen auf einem Computer/Tablet/Notebook in einem Textverarbeitungsprogramm.

  • Die Lehrkraft stellt das Arbeitsblatt digital und den Anforderungen des*der Schülers*in entsprechend zur Verfügung, und diese bearbeiten das Arbeitsblatt auf ihrem elektronischen Hilfsmittel. Dies kann mittels herkömmlicher Textverarbeitungssoftware wie

    • Microsoft Word

    • Libre Office

    • Adobe Acrobat usw. oder in eigens dafür entwickelten Apps und Programmen wie

    • Worksheet Crafter

  • Arbeitsblätter über Onlineplattformen ausfüllen

    • TeacherMade,

    • Byod oder

    • Eklassenraum geschehen.

  • Arbeitsblätter können per Kamera des Laptops, Tablets usw. fotografiert oder eingescannt und direkt danach digital bearbeitet werden.

    • Beispiel Snapshot.

    • Scanbot

  • Mit dem Tablet ein Arbeitsblatt abfotografieren, als Bild in den Hintergrund legen und in der Anwendung darüber schreiben, malen, zeichnen usw. Besonders einfach geht dies in dem altbekannten Programm Paint von Windows: Arbeitsblatt abfotografieren, im Bildformat abspeichern und dann in Paint öffnen. Über das Textfeld kann an beliebiger Stelle Text geschrieben werden, dabei können Font, Schriftgröße und Farbe beliebig eingestellt werden. Ein weiteres Textfeld hat automatisch dieselben Eingenschaften wie das vorherige.